Vista nachträglich sicher und problemlos für Ihr Linux-System installieren.Damit Ihr Linux bei der nachträglichen Installation von Windows Vista nicht auf der Strecke bleibt, sollten Sie bevor Sie Vista aufspielen unbedingt den Master- Boot-Record, kurz MBR, sichern. Im MBR sind die Informationen gespeichert, die Ihr Rechner nach dem Booten benötigt, um zunächst den Bootmanager und anschließend das gewünschte Betriebssystem von der Festplatte laden zu können. 1. Zum Sichern des MBRs öffnen Sie ein Terminalfenster und geben dann den folgenden Befehl mit Root-Berechtigung (sudo -s) ein: dd if=/dev/hda of=/root/mbr_backup.txt bs=512 count=1 <Return>. 2. Der Befehl speichert den MBR in einer Textdatei im „Root“-Verzeichnis Ihrer Festplatte. Kopieren Sie Datei nun auf ein Wechselmedium, vorzugsweise einen USB-Stick. 3. Tipp! Sofern Ihr PC möglicherweise mit einer oder mehreren SCSI-Festplatten ausgestattet ist oder die erste IDE-Festplatte „hda“ womöglich keinen aktiven MBR enthält, müssen Sie „hda“ gegebenenfalls durch die entsprechende Festplattenbezeichnung ersetzen. 4. Aufschluss über die Bezeichnung der lokalen Festplatten liefert Ihnen der Befehl fdisk -l <Return>. 5. Die korrekte Bezeichnung mit gültigem MBR erkennen Sie an dem „*“-Symbol in der Spalte „Boot“, in diesem Beispiel also „/dev/sda1“. 6. Anschließend können Sie Vista installieren. Wie erwartet lässt sich nach der Installation zunächst nur noch Vista starten. Um den gesicherten MBR wieder herzustellen, benötigen Sie ein Live-Linux wie beispielsweise Knoppix oder die Installations-CD von Ubuntu: 7. Booten Sie Ihren PC von der Live-CD, öffnen Sie eine Konsole mit Root-Rechten und kopieren Sie den MBR vom Wechselmedium zurück auf die Festplatte: dd if=/media/DISKETTE/mbr_backup.txt of=/dev/hda bs=512 count=1 <Return>. 8. Der Pfad zum Wechselmedium, hier „/media/DISKETTE/“, ist jeweils an Ihr System anzupassen. Anschließend befindet sich der MBR wieder im Originalzustand. |